Rückschau 1. Heimattagung

Staluried, dü blibscht mer lieb

Anlässlich der ersten Heimattagung von Staldenried im Jahr 1991 erschien ein zeitgenössischer Zeitungsartikel, der die Bedeutung dieses Anlasses sowie die damaligen Eindrücke und Hintergründe festhält. Der Artikel bietet einen wertvollen historischen Einblick in die Entstehung und die Zielsetzung der Heimattagung. Der vollständige Zeitungsartikel ist untenstehend verlinkt.

Zeitungsartikel

O Staldenried

Staldenried, mein Staldenried,
du bist mir lieb.
Heimatdörflein schön und hehr,
ich liebe dich von Herzen sehr.
Mit kleinen Häusern - schmuck und schlicht,
gebräunt von Wetter, Sonnenlicht,
in Weilern weit und breit verstreut,
bewohnt von lieben, teuern Leut.
Wo d'Saaservisp die Gorner küsst,
Heimatdörflein, sei gegrüsst! 

Staldenried, mein Staldenried,
wer dich kennt und wer dich sieht
mit deinen Auen, deiner Pracht,  
dem s'Herze froh im Leibe lacht!  
Enzian und Alpenrosen, 
Apfel, Birnen, Aprikosen,  
der Traube süsser herber Saft  
verleihn dem Rieder Mut und Kraft.  
Wo d'Saaservisp die Gorner küsst,  
Heimatdörflein, sei gegrüsst!

Staldenried, mein Staldenried, 
du bist ein Dieb! 
Gestohlen hast du mir mein Herz, 
doch Freude macht's und keinen Schmerz. 
Hier leb ich frei und ganz zufrieden,  
viel Lieb und Freud sind mir beschieden.  
0 Gott, du Schöpfer der Gewalten,  
lass s'Heimatdörflein uns erhalten!  
Wo d'Saaservisp die Gorner küsst,  
Heimatdörflein, sei gegrüsst!

Staldenried, mein Staldenried, 
wenn einmal naht der hart' Abschied  
und ich dann zieh weit weg von hier,  
dann bleibst du unvergesslich mir!  
Im Geist dein Bild werd stets ich sehn,  
mit deinen Tiefen, deinen Höhn. 
0 Staldenried am Vispertaler Sonnenhang,  
ich vergess dich nie - mein Leben lang!  
Wo d'Saaservisp die Gorner küsst,  
Heimatdörflein, sei gegrüsst!

            Leo Abgottspon, 1909 

Schtaluried, dü bischt mer lieb

Gedicht zur 1. Heimattagung 1991

Schtaluried, dü bischt mer lieb 
mit diner grossu Wilerzahl 
erfrewscht dü mich ä jedesmal 
oft zieht äs mich an d’altu Ort 
ich schtah de da, still und ohni Wort 
z’geischtig Öüg g’seht d’Jugendzit 
wa verschwundu ischt sehr wit 
Schtaluried, dü bischt mer lieb 

Schtaluried, ich ha di lieb 
mit diner altu Hüserpracht 
wa Schutz git iisch bi Tag und Nacht 
ich g’heru nuch die liebu altu Lit 
was vili va ine hitu nimme git 
äs weckt de Erinnerige in mier 
und äs Gottbignad verchumet ihr 
Schtaluried, ich ha di lieb

Schtaluried, dü blibscht mer lieb 
und wohn’ ich öü fern vam Heimatland 
so hang ich an dier glichwohl mit Härz und Hand 
värgässu tün ich dich bschtimmt sicher nie 
und oft chum ich zerugg, ich gibu mer Mieh 
ich wiischu alle und wa ich öü schtah 
b’hiete Gott und let sus güet la gah 
Schtaluried, dü blibscht mer lieb

            Adolf Furrer

Impressionen zur 1. Heimattagung

Zur ersten Heimattagung von Staldenried im Jahr 1991 ist ein Dokument mit ausgewählten Impressionen entstanden. Die Zusammenstellung vermittelt Eindrücke der Veranstaltung und hält besondere Momente dieses historischen Anlasses in Bildform fest.

Impressionen